zuletzt geändert am 04.06.2020

Auf dieser Seite werden Daten oder Informationen von unterschiedlichen Quellen genutzt und
Grafiken abgebildet, die unter CC-Lizenz 3.0 oder anderen freien Lizenzen stehen.

Lizenzhinweise und Quellennachweis bitte beachten


 

Döhren

Döhren wurde 1160 erstmals erwähnt.
Döhren und Krukum waren bereits früh in dem Dorf Riemsloh auch baulich eng zusammengewachsen. Und so gab es schon lange Bestrebungen die Gemeinden Krukum und Döhren zu einer Gemeinde zusammenzuschließen, anfangs sollte noch Westendorf dazugehören. Aber erst 1969 wurde dann die größere Lösung beschlossen, der Zusammenschluss aller Gemeinden in der Samtgemeinde Riemsloh-Hoyel zur neuen Gemeinde Riemsloh, die dann aber nur 2 Jahre existierte.

Döihren

zur Navigation bitte auf die Karte klicken es wird ein neues Fenster geöffnet
 

g_Döhren

Eine ”Google Earth”- Abbildung des Ortsteils kann behilflich sein, die Ortsstruktur besser zu erkennen. Zum Vergrößern bitte anklicken.

Hier ist eine Beschreibung des Ortes aus dem Buch “Der Kreis Melle” von Franz Schulhof aus dem Jahr 1908

8

Döhren in der Stadt Melle

8a

Döhren im Stadtteil Riemsloh

Einwohner (1972)

831

Einwohner (1961) 

720

Einwohner (1933)

583

Fläche:

5,83 Km²

 

Straßen in Döhren

Döhrener Str.

Frielings Feld

Kamerun

Kochs Büsche

Rahdenstr.

Ratsherrenstr.

Schulstraße

Stöppelheide

Vierhausen

Waldbrink

Waldbrink

Zum Peckenkamp

Zum Prumenbrink

7Doehren1
7Doehren2
7Doehren3

Döhren (Dornheide = Deuren) liegt südlich von Krujum. Die Bauerschaft hat sehr frochtbare Ackerländereien, aber wenig Wiesengrund. Eins der ältesten Bauernhäuser der Gemeinde ist das Wilken´sche Wohnhaus. Teile desselben stehen schon seit dem Dreißigjährigen Kriege.
Auf dem Hofe deieses Kolonen ist ein uraltes Gnadenbild, über welches die Sage folgendes berichtet:
Etwa ein Stündchen südwestlich von Riemsloh liegt hart an der Warmenau das westfälische Grenzdorf Wallenbrück, welches vo der Reformationszeit ein berühmter Wallfahrtsort gewesen sein soll, was ja auch der Name des Ortes besagt. Aus dem Ravensberger, Osnabrücker und Paderborner Lande ist man dorthin gepilgert zum Gnadenbilde “der schmerzhaften Mutter”, bis die Reformation den Wallfahrten ein Ende machte.
Nachdem nämlich die Wallenbrücker Einwohner sich der neuen Lehre zugewandt hatten, - so berichtet die Tradition - sollte das Gnadenbild vernichtet werden. Dies hörte der Kolon Wilken in Döhren und schickte sofort seine beiden Kötter dorthin, dasselbe zu retten. Der eine, ein guter Bekannter des Küsters zu Wallenbrück, unterhielt sich mit diesem abends beim “Kleppen” vorn im Turme, während der andere unterdessen das Bild im Sack verschwinden ließ und eiligst damit durch eine Tür hinten aus der Kirche flüchtete. Das Gnaden bild wurde zu Wilken gebracht, von demselben bis zum Eintritt ruhigerer Zeiten treu verwahrt und dann in einem “Heiligenhäuschen vor seinem Hofe aufgestellt. Jetzt steht das Bild, welches dem Telgter Gnadenbilde ähnlich ist - die Mutter Gottes mit ihrem vom Kreuz genommenen Sohne auf dem Schoße - ein schönes Schnitzwerk von 82 cm in der Höhe in einem kleinen Kapellchen auf Wilkens Hofe unter schattigen Buchen und Eichen; aber als Gnadenbild ist es ganz in Vergessenheit geraten. 

Im nordöstlichen Teil von Dohren ist ein Wäldchen, Buddenbergs Birken, in welchem hart am Kirchpfade ein kleines steinernes Denkmal steht. Es ist leider beim Holzfahren so verletzt, daß der rundliche Kopf mit eingemeißeltem Kreuz und verwitterter unleserlicher Inschrift abgebrochen neben dem fest in der Erde stehenden Fuße liegt. An dieses Denkmal knüpft sich folgende Sage:
Zwei Brüder aus Hoyel wollten einst nach Westendorf, um einen Haspel flicken zu lassen. Auf dem Galgenbrink in Westhoyel gerieten sie in Streit ergen des Weges, den den sie nehmen wollten. Der eine der Brüder schlug vor, den breiten und besseren Weg um die Birken herum zu gehen (jetzt Chaussee). während der andere darauf bestand den schaleren und weniger guten, aber näheren Weg durch Buddenbergs Birken einzuschlagen. Zankend gingen die Brüder endlich durch die Birken.Ungefähr bei der Mitte desselben kam es vom Zank zu Tätlichkeien. Der den Haspel tragende Bruder riß eine Krücke von derselben und erschlug damit den anderen. Als ersterer sich nun bewußt wurde, daß er einen Brudermord begangen, entleibte er sich auch. In der Nähe arbeitende Holzbauern eilten nach eingetretener Stille zu der Stelle, wo sie vorher den Zank gehört hatten und fanden die Brüder als Leichen. An der Stelle, wo letztere gefunden sein sollen, steht jetzt noch das anfangs erwähnte Denkmal.   

nach oben