zuletzt geändert am 04.06.2020

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Groß Aschen

Groß Aschen wurde etwa um 1173 erstmals im Zusammenhang mit Spenge in NRW erwähnt. Die ev. Kirchenmitglieder gehören noch immer der Kirchengemeinde Spenge an.

Trotz der äußersten Ostgrenze zu NRW stimmte der Gemeinderat von Groß Aschen 1969 für den Zusammenschluss zur Gemeinde Riemsloh. Die zwischen Döhren und Groß Aschen gelegenen ehemaligen Gemeinden Westhoyel und Hoyel wollten damals hingegen zunächst nach NRW wechseln. Zum späteren Stadtteil Riemsloh hätte dann aber Groß Aschen keine direkte Verbindung mehr gehabt, nachdem Bennien Ortsteil von Bruchmühlen geworden war.

Groß Aschen

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g_Groß-Aschen

Eine ”Google Earth”- Abbildung des Ortsteils kann behilflich sein, die Ortsstruktur besser zu erkennen. Zum Vergrößern bitte anklicken.

Hier ist eine Beschreibung des Ortes aus dem Buch “Der Kreis Melle” von Franz Schulhof aus dem Jahr 1908 (rechts die “Übersetzung”

17

Groß-Aschen in der Stadt Melle

17a

Groß-Aschen im Stadtteil Riemsloh

Einwohner (1972)

427

Einwohner (1961) 

420

Einwohner (1933)

345

Fläche:

3,90 km²

 

Straßen in Groß Aschen

 

Am Sunderholz

Ascherbruch

Auf dem Winkel

Groß Aschen

Herforder Str.

Nordkamp

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Gr. Aschen liegt im östlichen Teile der Samtgemeinde. Die Wohnhäuser liegen meist dorfartig zusammen und sind von sehr fruchtbaren, erstklassigen Boden umgeben.In der Schulchronik heist es über Gr. Aschen: Um das Jahr 1173 schenkte der Welfenherzog Heinrich der Löwe dem Grafen Bernhard von der Lippe den Angerergau, worin sich auch das Kirchdorf Spenge la, zu dem die Bauerschaft Gr. Aschen gehörté. Nach dem Sturze der Welfen verlor der Graf von der Lippe diese Gegegend, und der Bischof von Osnabrück nahm Gr. Aschen in Besitz Der Ort blieb aber an der Kirche zu Spenge. Auch heute noch gehört Gr. Aschen kirlich nach Spenge und poltiisch zum Kreis Melle. Die Bauerschaft besitzt eine Kapelle und eine einklassige Schule.
Die Kapelle ist im Jahre 1697 erbaut Ein Stein über über der Eingangstür enthält den Namen der Erbauer. Das Altarbild ist eine Holzschnitzarbeit und stellt das ganze Leben Christi dar.
Schule und Lehrer waren nach den alten Kirchenmatrikeln schon im Jahre 1704 in Gr. Aschen. Über die Anstellung des Lehrers heißt es dort “Der Lehrer wird von der Gemeine (Bauerschaft) dem zeitigen Prediger, mit dessen Bewilligung er gesetzt wird, vorgeschlagen.Weil sie auf den Bauerschaften keine eigenen Schulhäuser haben, müssen sie sich von wo anders einen Kotten mieten.” Die Ascher mußten sich alle ein Schulhaus mieten; später wurde ein Haus gekauft, welches 1803 um- und zeilweise neu gebaut werden mußte, weil die Schülerzahl zugenommen hatte. In späterer Zeit sind an diese Schule noch verschiedene An- und Umbauten vorgenommen. Im Jahre 1907 wurde ein neues Schulhaus gebaut.
Zu Gr. Aschen gehört der Ascher Berg mit großer Mergelgrube. Auf demselben liegt auch jetzt das Haus des früheren hannoverschen Hauptzollamtes. Von diesem Berge hat man eine herrliche Fernsicht nach allen Richtungen. Am Fuße dieses Bergkegels liegt Bagerbrück, ein kleiner Teil der Gemeinde Aschen.
Im Jahre 1905 plante man in Gr. Aschen eine Umpfarrung nach Hoyel. Der Plan scheiterte jedoch.  

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