zuletzt geändert am 04.06.2020

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Urdörfer

Die meisten Siedlungen im Grönegau wurden im 11. oder 12. Jahrhundert erstmals erwähnt, aber sie waren natürlich viel älter.
Der 1984 verstorbene Pädagoge und Heimatforscher Wilhelm Fredemann aus Neuenkirchen hat in dem Buch "DER GRÖNEGAU - IN VERGANGENHEIT UND GEGENWART" 1968 beschrieben, dass es im heutigen niedersächsischen Grönegaugebiet bereits im 8. Jahrhundert mindestens 25 Siedlungen mit jeweils mehreren Familien (meist aus einer Sippe) und einigen Gebäuden gab. Diese sogenannten Urdörfer hatten wahrscheinlich insgesamt nicht mehr als 1200 - 1500 Einwohnern Nach Fredemann hat bereits der römische Geschichtsschreiber Tacitus (ca. 58 - 120) im ersten oder zweiten Jahrhundert über landwirtschaftliche Nutzung im hiesigen Raum berichtet. Zu sächsischer Zeit (bis Ende des 8. Jahrhunderts) konnte die Entwicklung nicht dokumentiert werden, erst in Folge der Frankenherrschaft erfolgte eine Alphabetisierung.



Hier eine Grafik aus dem Buch (auch ausleihbar in der Stadtbibliothek:

Urdörfer LK Melle

(Quelle: Wilhelm Fredemann - "VOM WERDEN UND WACHSEN DER BAUERNHÖFE" aus dem Buch "Der Grönegau in Vergangenheit und Gegenwart"
Herausgeber: Landkreis Melle 1968)

Diese Grafik zeigt diese Urdörfer in den Grenzen der heutigen Stadt Melle mit 8 Stadtteilen:
(es sind nur diese 25 Urdörfer in der ungefähren Lage verzeichnet, die späteren Ortsteilgrenzen sind sichtbar)

urdorf1

Hinweis: Die Siedlung Melle lag damals - so wie hier angegeben - noch wenige Kilometer weiter südlich auf dem Gebiet des heutigen Ortsteils Altenmelle.
Löhlingdorf gehört seit 1821 zu Markendorf