zuletzt geändert am 04.06.2020

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Wennigsen

Wennigsen (Waninghusen) war vielleicht schon früh besiedelt, zumindest soll Ende des ersten Jahrtausends schon eine kleine Holzkirche dort gestanden haben. Lange Zeit gehörte der Ort zum Besitz der Gutsgemeinde Gesmold, bzw. deren Besitzern.
Seit 1853 bis 1972 war Wennigsen eine selbständige Gemeinde in der Samtgemeinde Gesmold
.

Wenningsen

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g_Wennigsen

Eine ”Google Earth”- Abbildung des Ortsteils kann behilflich sein, die Ortsstruktur besser zu erkennen. Zum Vergrößern bitte anklicken.

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Wennigsen in der Stadt Melle

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Wennigsen im Stadtteil Gesmold

Einwohner (1994)

356

Einwohner (1972)

353

Einwohner (1961)

357

Einwohner (1933) 

336

Fläche:

3,88 Km²

 

Straßen in Wennigsen

 

Alt Wieven

Gesmolder Str.

Im Wieven

Loheide

Nemdener Str.

Rübenkamp

Wennigser Höhe

Wennigser Ring

Hier ist eine Beschreibung des Ortes aus dem Buch “Der Kreis Melle” von Franz Schulhof aus dem Jahr 1908

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4Wennigsen2

Wennigsen, dessen nordwestliche Ecke Wiewen genannt wird, bildet den östlichen Teil des Kirchspiels und wird von der Landstraße Melle - Osnabrück durchschnitten.

In Wennigsen stand in alter Zeit eine Kirche; daran erinnert noch jetzt ein Grundstück, das den Namen “beim Kirchhof” hat und zur Zeit dem Kolon Gerve gehört. Such war hier whedem das Gut Breorten, das schon lange zerstückelt ist. Bei der Klause führt von der Landstraße ein Weg nach Süden. Andiesem stand vor 100 Jahren ein kleines Haus. Darin wurde am 2. Dezember 1792 dJohann Matthias Seling, der berühmte Osnabrücker Mäßigkeitsapostel geboren. Der lebhafte Knabe besuchte die Volksschule. Fleiß und gute Führung zeichneten ihn vor den Mitschülern aus. Als er aus der Schule entlassen wurde, erlernte er in der väterlichen Werkstatt die Verfertigung der Spinnräder. Zu Napoleons Zeit mußte er auch französischer Soldat werden. Nach Beendigung der Freiheitskriege kehrte Seling zu den Seinen zurück. Die Mildtätigkeit wohlhabender Verwandten ermöglichte die Erfüllung seines sehnlichsten Wunsches, Priester zu werden. Seling besuchte das Karolinum in Osnabrück und studierte dann in Münster und Bonn Theologie und Philologie; 1820 wurde er zum Priester geweiht und bald darauf als Lehrer an dem Gymnasium Karolinium angestellt. Eines heftigen Augenleidens wegen mußte er aber seine Lehrertätigkeit augeben. Der Bischof berief ihn als Kaplan an St. Johann in Osnabrück. Was er in dieser Stellung für die Renovierung der St. Johanniskirche getan hat, und wie er durch die Einrichtung einer Spinnschule die Tätigkeit des Spinnens dem Volke wieder lieb und angenehm zu machen suchte, um so den Wohlstand zu heben, das sei nur nebenbei erwähnt. Viel bedeutungsvoller ist Selings Wirksamkeit im Mäßigkeitsverein, den er mit Unterstützung des Bürgermeisters Dr. Stüve und anderer angesehener Bürger der Stadt Osnabrück gründete. Mutvoll auf Gott vertrauend rückte er dem Schnapsteufel zu Leibe. Nicht nur in der Stadt Osnabrück, auch in der näheren und weiteren Umgebung hielt er zahlreiche Predigten, die Leute für die Mäßigkeitssache zu gewinnen. Am 27. November 1860 starb der schlichte, seeleneifrige Priester und wurde auf wurde auf dem Friedhof zu St. Jahann zur letzten Ruhe bestattet. Den Grabstein ziert seine naturgetreue Büste. 

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