zuletzt geändert am 04.06.2020

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wir in Melle

Auf dieser Seite:

Der Wanderstab
Das Mühlrad an der Else
Schilder in Melle
Von Ort zu Ort
Melle wurde selbständig
Rekorde in Melle
 

Die Odyssee eines Kunstwerkes

Anlässlich der Ausrichtung des “Deutschen Wandertages” im Jahr 2011 in Melle, wurde ein Kunstwerk namens “Wanderstab” vor dem Bahnhofsgebäude errichtet.
Die sonst auch der moderneren Kunst durchaus aufgeschlossenen Bürger von Melle, wollten auf dem Bahnhofsvorplatz lieber eine Uhr als ein Kunstwerk. Das ist eigentlich verständlich, denn zum Bahnhof kommt der Normalbürger meistens nicht zum Wandern, sondern zum Bahnfahren. Und dann möchte er wissen, ob er den Zug noch nicht verpasst hat.
 

Wanderstab_deutschmeisterei

vor dem Bahnhof
Quelle: s
creenshot von
http://www.deutschmeisterei.de/tag/melle/

Der Künstler der den Wanderstab geschaffen hat, sagte 2012 "Es ist ein Kunstwerk, es reicht doch dass er dasteht".
Nun musste aber der Bahnhofsvorplatz dringend umgestaltet werden, und schließlich musste dann 2013 - auch wenn es schwer fiel - das Kunstwerk abgebaut und zwischengelagert werden
.
Und so begann der überdimensionale Wanderstab seine lange Wanderschaft:

Der erste Umzug:

Aus Pietätsgründen wird hier auf eine Abbildung verzichtet.

Zitat:

"Melle. Nachdem die Stadtverwaltung im Zuge der Bauarbeiten vor dem Bahnhof das Kunstwerk „Wanderstab“ abgebaut und im Klärwerk zwischengelagert hat, scheint jetzt Bewegung in die Suche nach einem neuen Standort im Stadtgebiet zu kommen."

(NOZ am 07.06.2013)

Der zweite Umzug:

Stadt_Melle_wanderstab

Quelle: Screenshot von Stadt Melle
 http://www.melle.info/portal/meldungen/-wanderstab-am-neuen-standort-aufgestellt-919001763-20301.html?rubrik=919000001

Der neue Standort:

Wanderstab04
Wanderstab10

Und nun ist der Wanderstab da, wo er sich bestimmt wohlfühlt: nahe bei einigen seiner noch lebenden Artgenossen aber trotzdem weithin sichtbar auf freier Flur. Ob, wie angekündigt, die "Neupositionierung des Wanderstabes musikalisch und literarisch" gewürdigt wurde, ist nicht bekannt.

 

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Wasserkunst in Melle

Die Sparkasse Melle hat 2011 ein Mühlrad bauen lassen, aus Hochwasserschutzgründen neben dem Fluss Else.

Mueller01a

"Das Mühlrad dreht sich an der rauschenden Else – und der Müller schaut, begleitet von einer Katze, entspannt auf den kleinen Fluß"

So berichtete die ”Neue Osnabrücker Zeitung” am 22.05.2011

.

Das Wasser kommt von oben.
Wenn diese Methode den früheren Müllern bekannt gewesen wäre ..
.

Bild2b

Dieses Mühlrad ist in seiner Art möglicherweise einzigartig, denn eine Solarstrom erzeugende Anlage auf dem Dach des im Hintergrund zu sehenden Sparkassen - Gebäudes (Bild unten) liefert die Energie für die Pumpe, die das Wasser aus der Else oberhalb des Mühlrades auf selbiges fließen läßt und so den Antrieb dieses Rades versorgt.
Es ist nicht bekannt, ob durch das Mühlrad selbst wiederum Strom erzeugt wird. Das wäre dann wahrlich die erneuerte erneuerbare Energie

Mühlrad1c

Wichtiger Hinweis:
Die o. g. "Hochwasserschutzgründe" haben tatsächlich einen sehr ernsten Hintergrund.Vor über 120 Jahren - 1891 - gab es katastrophale Überschwemmungen der Else. Damals wurde an dieser Stelle eine richtige Wassermühle betrieben, die an den schlimmen Folgen des Hochwassers in diesem Bereich der Else nicht schuldlos war. 

 

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Schilder in Melle

ein besonderer Service der Polizei?

HSPolizei02

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Nein, die “Liegendaufnahme” befindet sich weiterhin im nahegelegenen Klinikum.

von Ort zu Ort

In Melle ist das so eine Sache mit den Ortsschildern, manchmal steht eins da und manchmal nicht. Eigentlich haben alle 56 Ortsteile einen Anspruch auf ein eigenes Ortsschild, jeweils mit dem Zusatz “Stadt Melle”
Aber in Altenmelle ist das anders, hier gibt es für alle Gelegenheiten eins.
.

OSAltenmelle01

Wer von Altenmelle zum weiter südlich gelegenen Teil von Altenmelle fährt, wird sich über die Ortsschilder wundern. Zunächst steht da dieses Schild:

 

Und tatsächlich, nach kurzer Fahrt erreichen wir wieder bewohntes Gebiet in Altenmelle, und dort steht dieses Schild...

 

OSAltenmelle02
OSAltenmelle03

... und das auf der Rückseite.
Immerhin: die 3 Kilometerangabe von diesem Teil von Altenmelle zum Ortsteil Melle in der Stadt Melle könnte stimmen
.

Wir fahren nun wieder zurück zum einige hundert Meter entfernten, und größeren bewohnten Gebiet von Altenmelle:

OSAltenmelle04

Wohlgemerkt, wir haben Altenmelle im Stadtteil Melle-Mitte auf dieser Fahrt nie verlassen.
 

Hier ist Altenmelle lt. Ortsschild Melle

Pfel rechts

Hier darf lt. Ortsschild Altenmelle noch Altenmelle sein

Pfel rechts
G_OS Alrnmelle2b

© 2015 Google

Der Ortsteil Altenmelle hat insgesamt um die 2.000 Einwohner

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Melle wurde selbständig!

Es hat ja lange gedauert (bis 1853), bis Melle eine "richtige" Stadt wurde, aber irgendwie glaube ich nicht, dass 1977 der richtige Zeitpunkt war.
Oder war die frühere Kreisstadt Melle, die seit 1972 die größte Stadt im Landkreis Osnabrück ist, vor 1977 mit damals ca. 41.000 Einwohnern gar keine “selbständige Gemeinde”? Oder ist der Ortsteil Melle selbständige Stadt in der Stadt Melle geworden?


Jedenfalls steht das auf der der offiziellen Webseite der Stadt Melle:

Melle Geschichte 2

(Screenshot Sept. 2015) © Stadt Melle
http://www.melle.info/die-stadt-/geschichte/

Was auch immer 1977 in Melle geschah, das war es eher nicht

Pfel links

Den Zusatz “Stadt” durften und dürfen Gemeinden führen, die nicht alle Voraussetzungen für eine “richtige” Stadt erfüllen, aber doch irgendwie wichtig waren / sind.

Im Fall der “Stadt Melle” nach Juni 1972 war diese Namensgebung mit dem Zusatz “Stadt” aber eher ein Kompromiss. Die stolzen anderen Gemeinden im Landkreis wollten sich nicht einfach von der Kreisstadt Melle eingemeinden lassen. So entstand die neue Stadt “Stadt Melle”, die auch weiterhin eine “richtige” Stadt ohne Einschränkung bleiben durfte.
Und Melle wurde ein Ortsteil im Stadtteil Melle-Mitte, genauso wie Redecke ein Ortsteil im Stadtteil Neuenkirchen ist. So ist das mit der Gleichberechtigung. Oder?

 

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Berichtigung:

Da zeigte sich die Unkenntnis eines Zugezogenen über die niedersächsischen Besonderheiten, denn tatsächlich sieht § 12 der Gemeindeordnung vor, dass eine Stadt mit mehr als 30.000 Einwohnern eine “selbständige Gemeinde” sein kann. Damals haben nur weniger als 9.000 Einwohner gefehlt, sonst wäre Melle sogar eine “große selbständige Stadt” geworden.

(Als gebürtiger "blinder Hesse" habe ich das nicht gewusst)

 

Die rekordverdächtige Stadt Melle
Vorbemerkung:
Alle Angaben sind richtig aber manchmal gilt: "Traue nie einer Statistik die du nicht selbst gefälscht hast”

Viele haben es ohnehin gewusst, hier wird es dokumentiert: Die Stadt Melle ist einfach unvergleichlich.

Platz 1.

a) Eine Bifurkation wie in Gesmold, wo die Else von der Hase abzweigt, ist in dieser Art und Größenordnung zumindest in Deutschland einzigartig, weil die Hase in die Ems, und die Else in die Werre mündet.
Die Else bringt das Wasser der Hase über die Werre zur Weser. Die Weser wiederum hat auch keine eigene Quelle, denn im Gegensatz zu einer Bifurkation entsteht sie durch die zwei Quellflüsse Fulda und die fast 300 Km lange Werra.
Ein solches Fluss - Strom System dürfte dann insgesamt weltweit einzigartig sein.

b) In Oberholsten stehen gleich zwei Sternwarten. Das größte frei zugängliche Newton-Teleskop wurde hier zur EXPO 2000 eingerichtet.

c) Die Stadt Melle hat 56 Ortsteile, die bis 1972 selbständige Gemeinden waren. Die (flächenmäßig) größte Stadt in Niedersachsen (Neustadt am Rübenberge) bringt es auf nur 34 Ortsteile. Die haben ja auch nur rund 43 tausend Einwohner.

d) Die "einsamste" Straße, deren Bewohner gleich nebenan weit mehr als 2000 Nachbarn in einer anderen Stadt haben, dürfte in Markendorf liegen. Direkt an den Grenzen zu Bad-Essen und der NRW-Ortschaft Börninghausen liegt die Straße Wildeberg, die zu Melle-Markendorf gehört. Postalisch gehören die Einwohner zu dem in Nordrhein-Westfalen gelegenen Nachbarort.
Von Rest-Markendorf aus müssen mindestens 3 Km durch den Wald zurückgelegt werden, um zur Straße "Wildeberg" zu kommen.

e) Die Hunte hat ihre Quelle in Oberholsten und ist mit 189 Km der längste linke Nebenfluss der Weser.
(der längste rechte Nebenfluss Aller ist mit 260 Km nur unwesentlich länger)

f) Die Stadt Melle ist die einzige Ortschaft, die eine Landesgrenze zu NRW in alle Richtungen hat, auch wenn besonders die nördlichen und westlichen Grenzen nur kurz sind.  Melle Ostgrenze1
Ob es eine ähnliche Konstellation in anderen Bundesländern gibt ist nicht bekannt.

 
Platz 2.

Zweitplatzierte gibt es nicht.

"Der Zweitplatzierte ist immer der erste Verlierer".


Platz 3.

Melle ist "nur" die flächenmäßig drittgrößte Stadt in Niedersachsen.
ABER:
Zwar hat Walsrode 16 Km² mehr Fläche als Melle, aber in Melle liegt die Bevölkerungsdichte bei 180 Einwohner pro Km², in Walsrode gerade mal bei 86 Ew./Km².

Auch Neustadt am Rübenberge mit 357 km² Fläche bringt es nur auf ca. 43.500 Einwohner, in Melle wohnen hingegen fast 48.000 Menschen.
Neustadt am Rübenberge müsste also weit mehr als 64.000 Einwohner haben, um die Bevölkerungsdichte und wahre Größe der Stadt Melle wirklich zu übertreffen.
 

Wir in Melle sind nun mal fair, deshalb begnügen wir uns mit dem dritten Platz und überlassen den beiden kleinen Städten den formellen Sieg.
Obwohl ...


Noch ein wichtiger Hinweis:

Melle ist nur ca. 30 Km von Bielefeld entfernt.

 

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